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Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen für die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland.

Seine Mitglieder sind evangelische Missionswerke, missionarische Verbände sowie Freikirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das EMW pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Übersee; berät und fördert Projekte ökumenischer Partner; verantwortet bestimmte Bereiche kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Erfahrungen von Christinnen und Christen in unsere Kirchen.

  • Motive aus dem aktuellen Kalender der Missionswerke. Bitte hier bestellen.

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Dokument „Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt“: Richtlinie für missionarisches Handeln

01.03.2012

Kirchen in Deutschland sollen Dokument zusammen rezipieren

(EMW) „Dies war ein großer Moment in der weltweiten Ökumene!“ So bezeichnet Pfarrer Christoph Anders, Direktor des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland e.V., die Empfehlungen für missionarisches Handeln, die gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der Weltweite Evangelische Allianz (WEA) und dem Päpstlichen Rat für Interreligiösen Dialog des Vatikan unterschrieben worden waren. Mit diesem Dokument habe man einen „erstaunlich großen gemeinsamen Nenner in den Formulierungen gefunden“, erklärte der EKD Auslandsbischof Martin Schindehütte während eines Studientages, der von EMW, EKD und der Missionsakademie in Hamburg initiiert wurde. Mit dem Ziel, eine Strategie für einen gemeinsamen Rezeptionsprozess in Deutschland zu entwickeln, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von EKD und ihrer Gliedkirchen, Missionswerken, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und ihrer Mitgliedskirchen, der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste (AMD), der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (aej), dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung an der Uni Greifswald, des Mühlheimer Verbandes, der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), der Siebten-Tags-Adventisten und Gästen aus der weltweiten Ökumene.

Das Dokument „Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, das im Sommer 2011 verab-schiedet wurde, wird seither auf unterschiedlichen Ebenen weltweit und in Deutschland diskutiert. Übereinstimmend waren die Teilnehmenden der Meinung, dass christliches Zeugnis entsprechend den Formulierungen des Dokumentes erfolgen solle. „Da, wo christliche Mission nicht diesen Vorstellungen entspricht, muss sie deutlich kritisch besprochen werden“, fordert Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Vorsitzender der Theologischen Kommission der WEA und Mitautor des ökumenischen Textes, in seinem Vortrag.

Die Teilnehmenden verständigten sich darauf, dass die Leitungsebene der EKD gebeten wird, einen offiziellen Dialog zwischen den christlichen Kirchen in Deutschland anzustoßen. Angestrebt wird zudem eine öffentliche, gemeinsame Annahme des vorliegenden Textes als Richtlinie für missionari-sches Handeln christlicher Kirchen und Organisationen und zugleich als Ausgangspunkt für die Erarbeitung eines auf die hiesige Situation zielenden Konkretionspapiers. Dies sieht Direktor Anders (EMW) auch deshalb für geboten, da „einige der Themen des Textes direkt kompatibel mit unserer kirchlichen Situation sind.“ Der Umgang mit dem Text und die Gespräche mit den Partnern sollten von dem Geist des Respektes und der Sanftmut – wie im Dokument gefordert – geleitet sein, betonte Anders.

Außerdem wurde vorgeschlagen, den Text u.a. in Gemeindebezügen, regionalen Konsultationsprozessen, akademischen Forschungsvorhaben und ökumenischen Studientagen zu bearbeiten. Die Teilnehmenden des Studientages wollen das Papier in den eigenen Zusammenhängen diskutieren und sich in einem Jahr über den Prozess austauschen.



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