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Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen für die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland.

Seine Mitglieder sind evangelische Missionswerke, missionarische Verbände sowie Freikirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das EMW pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Übersee; berät und fördert Projekte ökumenischer Partner; verantwortet bestimmte Bereiche kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Erfahrungen von Christinnen und Christen in unsere Kirchen.

  • Motive aus dem aktuellen Kalender der Missionswerke. Bitte hier bestellen.

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Christen in Nordkorea in Angst vor Angriff der USA

10.08.2017

Kirchen und Nord und Süd halten Kontakte aufrecht

(epd. 10.08.2017). Die eskalierenden politischen Spannungen mit den USA erfüllen auch die christliche Minderheit in Nordkorea mit großer Sorge. Die Angst vor einem amerikanischen Angriff sei in der gesamten Bevölkerung groß, sagte der ehemalige Ostasienreferent der Evangelischen Mission in Solidarität, Lutz Drescher, am Donnerstag in Stuttgart dem Evangelischen Pressedienst (epd). Hinter der Angst steckten Erinnerungen an den Koreakrieg (1950-1953), in dem der nördliche Teil des Landes massiven Bombardierungen ausgesetzt gewesen sei.

Die rund 12.000 Christen im kommunistisch regierten Nordkorea stünden von zwei Seiten unter Druck, erläuterte Drescher: Als kleine Minderheit unter 25 Millionen Einwohnern müssten sie sich im eigenen Land rechtfertigen, warum sie einer "westlichen Religion" angehörten. Von westlicher und südkoreanischer Seite werde ihnen wiederum vorgeworfen, sich nicht genug dem nordkoreanischen Regime zu widersetzen.
Der ehemalige Ostasienreferent engagiert sich im ökumenischen Forum für Korea und trifft regelmäßig nordkoreanische Christen.

Seit 2013: Internationaler Gebetstag für Korea

Das Gottesdienstmaterial zum Korea-Gebetstag kann von der EMS-Website heruntergeladen werden.
Das Gottesdienstmaterial zum Korea-Gebetstag kann von der EMS-Website heruntergeladen werden.
Nach Angaben des Ökumenischer Rates der Kirchen (ÖRK) unterhalten der Christenbund in Nordkorea und der Kirchenrat von Südkorea trotz der Krise einen engen Kontakt. "Dieser Kommunikationskanal ist einzigartig", betonte der internationale Direktor beim ÖRK, Peter Prove. Die beiden christlichen Verbände hätten gemeinsam den internationalen Gebetssonntag für Nord- und Südkorea am 13. August vorbereitet, erklärte er. Er findet zwei Tage vor dem Jahrestag der Befreiung von japanischer Kolonialherrschaft am 15. August 1945 statt.

Prove glaubt, dass die Krise keine Auswirkungen auf die Christen im diktatorisch regierten Nordkorea habe. "Die Spannungen werden die Lage der Christen weder verbessern noch verschlechtern", sagte er. Prove und andere Funktionäre des Weltkirchenrats reisten in den vergangenen Jahren mehrmals nach Nordkorea und Südkorea, um sich für einen friedlichen Dialog zwischen den verfeindeten Staaten auf der Halbinsel stark zu machen.



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