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26.04.2017

UN-Experte beklagt Lage von Christen im Nahen Osten

Gewalt und Intoleranz treffen sowohl Christen als auch moderate Muslime

Brüssel (epd, 26.04.2017). Der UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Ahmed Shaheed, hat die Lage der Christen im Nahen Osten beklagt. Die christliche Gemeinschaft und andere Minderheiten in der Region seien "definitiv viel schlechter dran als sie es vielleicht während der letzten Jahrhunderte waren", sagte Shaheed dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Brüssel. Es gebe in diesem und anderen Teilen der Welt "Gräueltaten in Masse" gegen Religionsgruppen. Hauptziel des islamischen Extremismus seien allerdings nicht Christen, sondern "andere Muslime", sagte der von den Malediven stammende UN-Experte.


Achmed Shaheed, UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit
Um Islam und Menschenrechte einander anzunähern, plädierte Shaheed für "Lösungen von innen aus der Tradition heraus". So könnten Muslime "ihrer Tradition treu bleiben und gleichzeitig andere Standards" wie die Menschenrechte achten.

Im Islam gebe es eine starke Komponente des Pragmatismus, erklärte Shaheed. Darauf könne man bauen, um Ansprüchen auf die alleinige Wahrheit entgegenzuwirken. Viele muslimische Länder reagierten heute pragmatisch auf den islamischen Extremismus, etwa die Saudis. Sie würden erkennen, dass extremistische Ideen die eigene Gesellschaft unterminieren.

Shaheed hat das Amt des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit im November 2016 von dem Deutschen Heiner Bielefeldt übernommen. Der 53-Jährige war in seiner Heimat, dem Inselstaat der Malediven, zwei Mal Außenminister. Heute lebt er in Großbritannien und lehrt an der Universität Essex mit dem Schwerpunkt Menschenrechte und Islam. Sich selbst beschreibt Shaheed als praktizierenden Muslim.

Zwar sei die Religionsfreiheit in Europa weltweit gesehen am besten geschützt, der Kontinent sei aber nicht immun gegen religiöse Intoleranz, sagte der UN-Experte im epd-Gespräch. "Es gibt bestimmte Teile von Europa, in denen man wachsam sein muss."

Mit Blick auf östliche EU-Länder, in denen muslimische Migranten nicht willkommen sind, sagte Shaheed: "Es ist gegen europäische Werte des Respekts von Vielfalt und Glaubensfreiheit, wenn ein Land sagen sollte: 'Wir werden nur bestimmte Glaubensrichtungen als Einwanderer akzeptieren'."

In Probleme gerate die Glaubensfreiheit stets, wenn Religionen politisiert würden, sagte Shaheed. Dagegen sei keine Glaubensrichtung gefeit, auch nicht das Christentum. Shaheed verwies auf die orthodoxe Kirche in Russland, die ein Interesse an "einer gewissen, wenn Sie so wollen Hegemonie in dem Land hat".