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Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen für die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland.

Seine Mitglieder sind evangelische Missionswerke, missionarische Verbände sowie Freikirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das EMW pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Übersee; berät und fördert Projekte ökumenischer Partner; verantwortet bestimmte Bereiche kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Erfahrungen von Christinnen und Christen in unsere Kirchen.

  • Motive aus dem aktuellen Kalender der Missionswerke. Bitte hier bestellen.

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Christliches Hilfswerk zieht sich aus Indien zurück

03.02.2017

Indische Regierung blockierte Gelder

(epd/EMW, 03.02.2017). Nach monatelangem Streit mit der indischen Regierung will sich die christliche Hilfsorganisation Compassion International aus Indien zurückziehen. Angesichts der neuen staatlichen Beschränkungen könne man nicht mehr arbeiten, erklärte die US-amerikanische Organisation laut indischen Medien vom Freitag. Compassion ist das internationale Hilfswerk mit der umfangreichsten Arbeit in Indien. Pro Jahr flossen umgerechnet um die 50 Millionen US-Dollar in etwa 500 Projekte für Kinder.

Die Regelungen für internationale Hilfsorganisationen in Indien ("Foreign Contribution Regulation Act") machen seit Anfang 2016 staatliche Genehmigungen und strenge Auflagen für den Empfang von Geld aus dem Ausland notwendig. Laut Compassion International sind seit März 2016 jeden Monat 3,5 Millionen Dollar von der indischen Regierung blockiert worden. Auch die persönliche Intervention des damaligen US-Außenministers John Kerry brachte keine Erleichterungen. Der neue Außenminister Rex Tillerson hat kündigte an, sich der Angelegenheit anzunehmen.

Beamte des indischen Innenministeriums erklärten, dass man die Hilfsorganisation informiert habe, dass sie auf der Liste der speziell überwachten Organisationen bleibe. Begründet wurde dies damit, dass Compassion International in Indien angeblich Menschen zum Christentum bekehre. Die Organisation, die seit über 30 Jahren in Indien tätig ist, erklärte, sie halte sich strikt an die Gesetze des Landes.


Hintergrund

Im Jahr 2010 verschärfte die indische Regierung die Regeln für internationale Hilfsorganisationen. Mindestens 25 Organisationen haben das Recht verloren, ausländische Spendengelder anzunehmen, mehr als 11.000 haben ihre Lizenz für ihre Arbeit nicht erneuern können. Nach Ansicht von Human Rights Watch versucht die hindu-nationalistische Regierung damit, zivilgesellschaftliche Kräfte zum Schweigen zu bringen - zum Beispiel Proteste gegen Umweltzerstörung oder die Einführung genmanipulierter Pflanzen.



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