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Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen für die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland.

Seine Mitglieder sind evangelische Missionswerke, missionarische Verbände sowie Freikirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das EMW pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Übersee; berät und fördert Projekte ökumenischer Partner; verantwortet bestimmte Bereiche kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Erfahrungen von Christinnen und Christen in unsere Kirchen.

  • Motive aus dem aktuellen Kalender der Missionswerke. Bitte hier bestellen.

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Philippinen: Rebellen appellieren an Islamisten

06.06.2017

MILF-Kämpfer fordern Freilassung von Geiseln in Marawi

(epd, 6.6.17). Angesichts anhaltender Gefechte in der südphilippinischen Stadt Marawi hat die größte Rebellenorganisation der Region an die kämpfenden Islamisten appelliert, deren mehr als 200 zivile Geiseln freizulassen.

Man bitte die Gruppen Abu Sayyaf und Maute darum, die Menschen im Namen des Friedens gehen zu lassen, zitierte das Onlineportal "Inquirer.Net" am Montag einen hochrangigen Vertreter der "Moro Islamische Befreiungsfront" (MILF). In der Gewalt der Extremisten befinden sich demnach unter anderem ein katholischer Geistlicher, zwei Kirchenmitarbeiterinnen sowie weitere Frauen, Jugendliche und Kinder.

Flüchtlinge aus Marawi haben in der 40 Kilometer nördlich gelegenen Stadt Iligan Zuflucht gefunden © Philippine Information Agency.
Flüchtlinge aus Marawi haben in der 40 Kilometer nördlich gelegenen Stadt Iligan Zuflucht gefunden © Philippine Information Agency.
Die MILF, die mit der Regierung des Landes im März 2014 einen vorläufigen Friedenspakt unterzeichnet hatte, unterstützte die Armee am Sonntag dabei, einen Korridor einzurichten. Zudem war eine zwischenzeitliche Waffenruhe ausgerufen worden. Das hatte es muslimischen und christlichen Helfern ermöglicht, mindestens 60 Zivilisten in Sicherheit zu bringen, wie das Onlineportal "Phil Star" unter Berufung auf Armeekreise berichtete.

Die Kämpfe in Marawi waren vor knapp zwei Wochen ausgebrochen, nachdem das philippinische Militär während einer Razzia nach einem Abu Sayyaf-Führer gesucht hatte, woraufhin die Islamisten in die Stadt eingefallen waren. Diese hatten nicht nur Geiseln genommen, sondern auch Gebäude niedergebrannt und Flaggen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gehisst. Überfallen und teilweise zerstört wurde auch eine Schule der Vereinigten Kirche Christi (UCCP).

Muslime und Christen halfen sich gegenseitig
Nach Angaben der Armee und laut Augenzeugenberichten hatten Muslime und Christen einander geholfen, sich vor den Islamisten in Sicherheit zu bringen. Unter anderem gewährte ein früherer Vize-Gouverneur der Region seit Beginn der Kämpfe mehr als 70 Menschen in seinem Haus Zuflucht vor den Dschihadisten. Die Hälfte davon waren Christen, darunter Frauen und Kinder.

Die meisten der rund 200.000 Einwohner Marawis sind mittlerweile geflohen. Wie die Behörden am Wochenende mitteilten, sind jedoch immer noch mindestens 2.000 Menschen in der umkämpften Stadt eingeschlossen. Bei den Kämpfen sind offiziellen Angaben zufolge fast 200 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Islamisten.



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