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Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen für die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland.

Seine Mitglieder sind evangelische Missionswerke, missionarische Verbände sowie Freikirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das EMW pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Übersee; berät und fördert Projekte ökumenischer Partner; verantwortet bestimmte Bereiche kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Erfahrungen von Christinnen und Christen in unsere Kirchen.

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Kirchen sollen Netzwerke gegen Menschenhandel fördern

25.02.2015

Internationale Fachkonsultation in Hamburg

(EMW, 25.02.2015) Die Frage, was Mission, Kirche und Diakonie gegen den internationalen Menschenhandel tun können, war Thema einer dreitägigen Konsultation an der Missionsakademie Hamburg, die am Mittwoch, 25. Februar zu Ende ging. Die Kirchen seien gefordert, Strategien gegen das global organisierte Geschäft von Entführung, Verschleppung und Versklavung von Frauen und Kindern zu entwickeln. Dafür hätten Kirchen und Missionswerke mit ihren internationalen Verbindungen gute Voraussetzungen, hieß es bei der vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) veranstalteten Tagung mit 45 Teilnehmenden.

Auf Einladung der Kommission Frauen in der Mission des EMW berichteten Referentinnen und Referenten aus Nigeria, Indonesien, Brasilien, den Niederlanden und Deutschland aus Forschung und Praxis. Ein erstes Ergebnis der Konsultation war die Feststellung, dass der Themenkomplex Handel mit Frauen und Kindern noch zu wenig in den Partnerschaftsbeziehungen zwischen Kirchen, Gemeinden und Missionswerken aufgenommen sei. Zwar gebe es eine ganze Reihe vielversprechender Einzelprogramme. Notwendig sei aber die Bildung von Informationsnetzen von Kirchen für einen schnelleren Informationsaustausch, eine engere Zusammenarbeit mit anderen Religionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungen. Als nächsten Schritt will die EMW-Kommission Handlungsempfehlungen für die Mitgliedswerke und Kirchen erarbeiten.

Die These, dass man gegen den „Menschenhandel ohne Grenzen“ nur mit einer „Vernetzung ohne Grenzen“ vorgehen könne, stützte Döris Köhnke, Mitarbeiterin des zur Diakonie gehörenden Fraueninformationszentrums Stuttgart (FIZ). Das FIZ und vergleichbare Organisationen im Bundesgebiet bieten so genannten Heiratsmigrantinnen und Zwangsprostituierten Rat, Schutz und Hilfe an.

Ein typisches Einzelschicksal schilderte Fulata Moyo vom Ökumenischen Rat der Kirchen: Während einer Dienstreise traf sie in Thailand ein 14jähriges hoch schwangeres Mädchen, das während ihrer Entführung aus Myanmar drei Mal von den Menschenhändlern vergewaltigt worden war. Schicksale wie dieses forderten Kirche und Theologie heraus, mit einer „Ethik und Praxis“ der Fürsorge auf Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung zu reagieren. Moyo forderte, „sichere Orte“ für Mädchen und Frauen zu schaffen, wo diese unterstützt werden, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten.

Dass sich Kirchen mit Beratung und Prävention erfolgreich engagieren können, berichtete die in Hongkong arbeitende indonesische Pastorin Maryam Magdalena. Die ehemalige britische Kronkolonie ist eines der Ziele von Arbeitsmigrantinnen aus verarmten Regionen Asiens. Viele der über dubiose Vermittler abgeschlossenen Arbeitsverträge würden direkt in die Ausbeutung führen, sagte Magdalena. Die meist als Hauspersonal tätigen jungen Frauen seien überdies häufig Gewalt ihrer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ausgesetzt. Schon vor mehr als 15 Jahren hätten es philippinische und indonesische Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) erreicht, dass den Arbeitsmigrantinnen durch Kirchen in Hongkong Hilfe und Unterstützung angeboten wurde, berichteten Irene Girsang und Jochen Motte, Mitglied des EMW-Vorstands.

Teilnehmende und Vorbereitungsstab der Konsultation
Teilnehmende und Vorbereitungsstab der Konsultation

Ein Pilotprojekt, das dem Menschenhandel entgegengewirkt, stellte Alhinis Kambodji von der Asiatischen Christlichen Konferenz (CCA) vor. In einem Dorf in Ost-Java, in dem Arbeitsvermittler regelmäßig 14- bis 18-Jährigen Jugendlichen anwarben, wurde mit der Dorfgemeinschaft ein Programm zur Erhöhung der Einkommens der Familien gestartet. Beratung für Einkommen schaffende Maßnahmen durch Verbesserung der landwirtschaftlichen Erzeugung und die Entwicklung von Kleingewerbe habe die wirtschaftliche Lage so verbessert, dass die Abwerbung gestoppt wurde. Die Jugendlichen würden nun ihre Schulausbildung beenden.

Über die Aktion „Rote Karte“ gegen sexuelle Ausbeutung während der Fußball-WM referierte Armindo Klumb, Direktor der kirchlichen Einrichtung Diaconia in Brasilien. Die Erfahrungen mit der Kampagne zur Bewusstseinsbildung in Schulen und Kirchengemeinden aus dem vergangenen Jahr sollen in eine neue Initiative einfließen, die die Organisation während der Olympischen Spiele 2016 starten will.

Weitere Vortragende waren der Menschenrechts-Experte Theodor Rathgeber von der Universität Kassel und Mirjam van Reisen von der Tilburg School of Humanities, die über ihre Recherchen zu Menschenhandel mit Flüchtlingen auf dem Sinai berichtete. Die katholische Ordensschwester Augustine Onwuiko aus Nigeria referierte über die Arbeit der 1999 gegründeten Organisation COSUDOW, die durch Aufklärung der „modernen Form von Sklaverei“ begegnet und Aussteigerinnen aus der Prostitution Rehabilitations- und Wiedereingliederungsprogramme anbietet.

Eine Dokumentation der Tagung soll in der Zeitschrift OUR VOICES des Frauennetzwerkes der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) erscheinen.


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Rainer Kiefer