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Von Pilgern und Prophetinnen

Nachlese zur 14. Weltmissionskonferenz (EMW-Jahresbericht 2017/2018)

Menschen gemeinsam unterwegs. Ohne Eile, miteinander redend oder schweigend. Es könnte eine Gruppe von „Disciples“, von Jüngerinnen und Jüngern sein, denn das Titelbild zeigt Teilnehmende der Weltmissionskonferenz in Arusha. Genaueres über Ausgangspunkt und Ziel dieser besonderen Weggemeinschaft wissen wir nicht, aber das Foto mag ein Selbstverständnis veranschaulichen, das für viele Anwesende kennzeichnend war: Sie wollten diese Konferenz am Fuß des Mount Meru auch als eine Station des ökumenischen Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens miterleben. Pilger also, und trotz der Formenvielfalt, die das Pilgern auszeichnet, kann es mit Zielorientierung und Suche, Entbehrung und Einkehr, also mit eher stillen Tönen verbunden werden. Als Kontrast dazu steht der Begriff Prophetinnen im Titel des Rückblicks auf diese ökumenische Versammlung. Prophetinnen sind standhaft und anstößig, erheben ihre Stimmen um Gottes Willen und seiner Welt zuliebe, deuten Zeichen der Zeit und rufen Andere zur Umkehr. Solche klaren Ansagen sind in Arusha zu hören gewesen. Es waren nicht selten Frauen, die sie vorbrachten. Und wie schon zu biblischen Zeiten lösen solche deutlichen Worte Zustimmung und Widerspruch aus. Auch davon findet sich einiges in dem Bericht, den wir Nachlese genannt haben. Denn es handelt sich um nachträgliche, auswählende und bewertende Betrachtungen dieses wichtigen ökumenischen Ereignisses. Wir hoffen gleichwohl, dass die Texte so anregend sind, dass sie zu wiederholtem Nachlesen einladen.

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