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Eritrea

Von der Befreiung zur Unterdrückung

Über das heutige Eritrea ist nur wenig bekannt. Als das kleine Land am Horn von Afrika 1993 die Unabhängigkeit erlangte, waren nicht nur im Land selbst die Hoffnungen groß, dass nach dem dreißig Jahre dauernden Befreiungskampf gegen Äthiopien eine bessere und friedliche Zukunft für alle beginnen würde. Auch international wurden dem Land gute Chancen eingeräumt, sich zur ersten stabilen und unabhängigen Demokratie auf dem afrikanischen Kontinent zu entwickeln.

Mittlerweile sind aber alle Hoffnungen und Erwartungen enttäuscht. Eritrea gehört heute zu den repressivsten Staaten der Welt. Die siegreichen Befreiungskämpfer von damals sind zu einem machthungrigen Militärregime geworden. Systematisch beutet es die Bevölkerung aus; Andersdenkende werden gnadenlos ausgeschaltet.

Deshalb ergreifen aber immer mehr Eritreerinnen und Eritreer die Flucht. Rund 4.000 sollen es jeden Monat sein, die sich unter großen Gefahren auf den Weg nach Europa machen. Ihre Not und Schutzlosigkeit nutzen Menschenschmuggler in den Transitländern skrupellos aus.

Die Flüchtlinge, die es bis Europa schaffen, stoßen bei den Behörden und in der Gesellschaft oft auf Unverständnis. Warum haben sie ein Land verlassen, das sich bekanntermaßen nicht im Krieg oder Bürgerkrieg befindet und das auch nicht unter einer Hungersnot leidet?

Dieses Buch will dazu beitragen, dass das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Eritrea bekannt wird und das Thema Menschenhandel stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt.

Dieses Buch - wie auch die anderen EMW-Publikationen - kann kostenlos bezogen werden. Mit einer Spende können Sie sich an den Herstellungskosten beteiligen, die wir zur Orientierung angegeben haben. Den Sendungen liegt ein Überweisungsträger bei.

Artikel-Nr.: 6078
Herstellungskosten: 4,00 € Spende erbeten