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Kriegsdiamanten (Nr. 46)

Illegaler DIamantenhandel und die Kriege Afrikas (2002)

„Ihr müsst den Menschen im Norden sagen, dass um unsere Bodenschätze Kriege toben“, flehte Bischof Joseph Humper aus Freetown, Sierra Leone, seine Partner in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland an. Die riegsparteien in seiner Heimat kämpfen um Diamanten und bringen Not und Tod über die Menschen. In Angola finanzierten die Rebellen den grausamen Bürgerkrieg mit wertvollen Edelsteinen, die in Europa und Amerika als Zeichen ewiger Liebe geschenkt werden.

Kirchen und Menschenrechts-Organisationen machen gegen die Gier nach den Kohlenstoff-Kristallen mobil. Sie prangern an, dass trotz entsprechender Gesetze angesehene Firmen unbehelligt mit Kriegsverbrechern Geschäfte machen. Informierte Kundinnen und Kunden können illegale Konflikt-Diamanten aus Krisenregionen meiden. Nur wenn der Diamantenhandel durchsichtig und gleichzeitig der Waffenhandel eingedämmt wird, können sich die kriegsgeplagten Nationen erholen und Gerechtigkeit und Frieden einkehren.

Artikel-Nr.: 6046
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