
Titelbild: Heiner Heine/EMW
Die "EineWelt" 2/2013 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Macht und Mission - Vielfalt in der Ökumene: Wer bestimmt, was richtig ist?"
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EMW-Jahresbericht 2011/2012: "Ein Gott. Ein Wort? Die Bibel auslegen und deuten im ökumenischen Miteinander"
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Nobelpreisträger beklagt Versagen seines Landes bei Simbabwe-Krise
Der ehemalige Erzbischof Desmond Tutu hat harte Kritik an der Haltung seines Landes gegenüber Simbabwe geübt. In einem Interview mit dem britischen Rundfunksender BBC warf er seiner Regierung Verrat an den moralischen Werten Südafrikas vor, weil es in den Vereinten Nationen alle Versuche blockiert habe, stärkeren Druck auf das Nachbarland auszuüben. „Ich bin zutiefst verzweifelt, dass wir nicht auf der Seite der Leidenden stehen“, beklagte Tutu und fragte, wie schlimm das Leid noch werden müsse, bis man Mugabe sage „es ist genug“.
Die Allafrikanische Kirchenkonferenz (AACC) hat zu einem afrikaweiten Gebetstag für Simbawe am 25. Januar 2009 aufgerufen. Kirchen und Christen sollten für ein Ende der unrechtmäßigen Regierung beten und fasten. Der Aufruf ist Bestandteil einer Erklärung, die die AACC anlässlich ihrer Vollversammlung in Maputo (Mosambik am 11. Dezember beschlossen hatte.
In der ungewöhnlich deutlich formulierten Resolution hatte die Kirchenkonferenz harsche Kritik an der Missachtung des Wählerwillens und der Blockade der Verhandlungen über eine Machtteilung durch Präsident Mugabe geübt. Die AACC ruft in ihrem Beschluss afrikanische Christen und Kirchen dazu auf, in Gesprächen ihre jeweiligen Regierungen zu stärkerem Druck auf Simbabwe zu bewegen. Ausdrücklich werden Demonstrationen vor simbabwischen Botschaften und Konsulaten als Aktionsform genannt. Ebenso werden die afrikanischen Christen zu Spenden für humanitäre Hilfe in Simbabwe aufgefordert.
Die Erklärung der Allafrikanischen Kirchenkonferenz enthält überdies deutliche Selbstkritik: „Wir müssen bekennen, viel zu langsam auf die Krise in Simbabwe und das Leid des simbabwischen Volkes reagiert zu haben, weil es uns an Einigkeit gefehlt hat.“ Deshalb wolle man nun umso aufmerksamer auf die Stimmen der Christen des Landes hören und mit gemeinsam mit ihnen an einer Vision für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung arbeiten.