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08.06.2009

Weltweite Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel

Vom 04. bis 10. Juni richten Christinnen und Christen ihr Augenmerk auf den Nahen Osten

Weltweit sind Kirchen, kirchliche Organisationen und Gruppen eingeladen, sich an der „Weltweiten Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel“ zu beteiligen. Mit Lobbyaktionen, Informationsarbeit und Gottesdiensten und Gebeten können sie sich für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel einsetzen und im Juni 2009 zu einem gemeinsamen internationalen öffentlichen Zeugnis beitragen. Dazu lädt auch die evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) ein, in der das EMW Mitglied ist.

Die tragischen Ereignisse in Israel und Palästina rufen alle Gläubigen und Menschen guten Willens auf, ihre Stimme zu erheben. Alle, die auf Gerechtigkeit hoffen, sind eingeladen, gemeinsam friedliche Aktionen zu unternehmen. Kirchen, aber auch Pax Christi International und World Vision International beteiligen sich in rund 40 Ländern auf fünf Kontinenten an der Aktionswoche.

Seit einigen Jahren initiiert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) auf Bitten der Kirchen im Heiligen Land eine Aktionswoche unter dem Titel „International Church Action for Peace in Palestine and Israel“ (ICAPPI). Ab diesem Jahr hat diese Initiative für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina einen neuen Namen: „Weltweite Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel“. Die Friedenswoche findet traditionell an den Junitagen statt, an denen 1967 der Sechstagekrieg geführt wurde – ein Ereignis, das neben vielen anderen und im Rahmen eines langen Prozesses zu der jetzigen Lage im Heiligen Land geführt hat, zu einer Situation, in der viel zu viele Menschen auf allen beteiligten Seiten leiden.

Der Schwerpunkt der Aktionswoche 2009 liegt auf dem jüdischen Siedlungsbau in den besetzten Gebieten. Er geschieht in Widerspruch zu internationalem Recht. Zunehmend wird offensichtlich, welches Unrecht und welche Ungerechtigkeit, aber oftmals auch Gewalt von den Siedlungen und einem Teil der Siedler ausgeht.

Die Aktionswoche soll nicht einseitig Partei nehmen für Israel oder die Palästinenser – auch wenn das Motto „Es ist Zeit für Palästina“ darauf verweist, dass der Konflikt asymmetrisch ist und ein eigenständiger, vitaler palästinensischer Staat zwar nicht alle Konflikte lösen würde, aber ein wichtiger Schritt hin zu einem gerechten Frieden wäre. Die legitimen Rechte und eine lebenswerte Zukunft beider Völker, Israelis wie Palästinenser, muss sichergestellt sein. In der Aktionswoche soll Partei genommen werden für die Leidenden und die Friedenswilligen, für die Opfer von Gewalt und Unrecht und „Brückenbauer“.

Gebete: Beten Sie mit den Kirchen, die unter der Besetzung leben. Wir stellen Ihnen einige Materialien zur Verfügung, die z.B. in Gebetswachen oder einem Gottesdienst am 7.Juni verwendet werden können und damit weltweit Christinnen und Christen vernetzt. Informationen: Informieren Sie über Maßnahmen und Initiativen, die den Frieden fördern, wie auch über Gegebenheiten vor Ort, die dem Frieden abträglich sind, insbesondere die Siedlungen in den besetzten Gebieten. Frieden im Heiligen Land bietet besondere Gesprächsmöglichkeiten für Christen mit Muslimen und Juden. Aktionen: Werden Sie aktiv, indem Sie in kreativer und gewaltloser Weise auf Friedenschancen im Heiligen Land aufmerksam machen. Leisten Sie Fürsprachearbeit bei Menschen in Ihrem Umfeld, aber auch bei politischen Verantwortlichen und berufen Sie sich dabei auf ökumenische Grundsätze zur Förderung von Frieden mit Gerechtigkeit.




 
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