
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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Eine Initiative evangelischer Missionswerke, Verbände und Kirchen unter dem Dach des EMW
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Für die Mehrheit der Afrikaner hat sich die wirtschaftlicher Situation verschlechtert.
Die anhaltend schwierige wirtschaftliche und politische Lage in fast allen Staaten Afrikas beunruhigt die Verantwortlichen im Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW). "Wir bedauern, dass es für die Mehrheit der afrikanischen Bürgerinnen und Bürger keine Verbesserung ihrer Lebenssituation in den letzten Jahren gegeben hat", erklärte Dr. Lothar Engel, Afrika-Referent im EMW, am Rande der Mitgliederversammlung des EMW. Für die Verschlechterung der Situation macht Engel sowohl interne als auch externe Faktoren verantwortlich. Die hohe Verschuldung, zusammen mit einem fortschreitenden Effizienzverlust der Regierungen, haben in den Augen der afrikanischen Öffentlichkeit zum Gesichtsverlust geführt. Zudem seien ungelöste ethnische Konflikte von religiösen Gesichtspunkten überlagert und schafften ein allgemein schlechtes Klima, betonte Engel. Deshalb sei z.B. die vom EMW geförderte Arbeit der PROCMURA (Project for Christian-Muslim Relations in Africa), die sich um den christlich-muslimischen Dialog in Afrika bemüht, so außerordentlich wichtig. Zu den exterenen Gründen zählte Engel die geringer werdenden Entwicklungshilfegelder aus dem Norden und die ungünstigen Welt-Handesbedingungen; die reale wirtschaftliche Verluste verursachten. In dieser Lage komme den Kirchen eine immer größere Aufgabe zu. "Die traditionellen, verlorengegangenen Regeln müssen von glaubwürdigen Institutionen wie den Kirchen mit neuem Sinn gefüllt werden, denn sonst ist der Anarchie Tür und Tor geöffnet", meinte Engel. Viele Kirchen Afrikas hätten diese Notwendigkeit erkannt, drohen aber an fehlenden Mitteln zu scheitern. Deshalb wendeten sie sich verstärkt an ihre überseeischen Partner. "Einzelne Kirchen bemühen sich intensiv um die Versöhnungs- und Konfliktarbeit und bitten uns und andere um finanzielle Hilfe", berichtete der Afrika-Spezialist. Auch in der "normalen" Schul-Arbeit seien die Kirchen verstärkt gefragt, da die Staaten manchmal nicht einmal mehr in der Lage seien, die Gehälter für das Lehr-Personal zu bezahlen. Auch die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern in vielen afrikanischen Ländern werde vom EMW unterstützt sowie viele andere Aspekte von Sozial- und Entwicklungsarbeit.