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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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EMW dankt dem ehemaligen Generalsekretär Prof. Konrad Raiser für seine ökumenisches Engagement
Für die „brennende Geduld“, mit der Prof. Dr. Konrad Raiser die ökumenische Bewegung voran gebracht hat, dankte der Direktor des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland (EMW) dem ehemaligen Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) anlässlich dessen 70. Geburtstages. „Wer sich mit Kopf und Herz der Ökumenischen Bewegung verschrieben hat, wer sich an Fortschritten auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft der Kirchen freut und an der Ungleichzeitigkeit von hohen Erwartungen, drängenden Problemen der Menschheit und dem Kriechgang der Entwicklung tragfähiger, zwischenkirchlicher Gemeinsamkeiten leidet, der braucht wohl beides: Das Brennen, um dieser Bewegung und ihren verheißungsvollen Zielen treu zu bleiben. Und die Geduld angesichts der real weiter bestehenden Gräben.“ Anders wies auf die engen Beziehungen und tiefen Konsens zwischen ÖRK und EMW hin, und dankte Raiser für die Weggemeinschaft und die von ihm ausgegangene „Inspiration und Provokation“.
Pfarrer Dr. Konrad Raiser 1938 in Magdeburg geboren und studierte Theologie in Tübingen, Bethel, Heidelberg und Zürich. In den 60-er Jahren arbeitete Raiser als Pfarrer in Württemberg und Berlin, bevor er zum Studium der Soziologie und Sozialpsychologie in die USA ging. Zurückgekehrt nach Deutschland promovierte er und heiratete 1967 Elisabeth von Weizsäcker.
1969 kam Raiser als Mitarbeiter des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) nach Genf, wo er zunächst als Studienreferent der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung arbeitete. 1973 wurde er zum stellvertretenden Generalsekretär ernannt und war ab 1979 gleichzeitig Vorsitzender der Programmeinheit Gerechtigkeit und Dienst.
Raiser ging 1983 nach Deutschland zurück, wo er einen Ruf als Professor für Systematische Theologie an die Evangelische Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum annahm. Gleichzeitig war er Direktor des Ökumenischen Instituts dieser Fakultät.
Im August 1992 wurde Raiser vom ÖRK-Zentralausschuss zweimal für eine je fünfjährige Amtszeit zum Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen gewählt. Bis 2003 hatte er dieses Amt inne.
Das Ehepaar Raiser hat vier Söhne.