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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Bischof Desmond Tutu, Erzbischof Anastasios und Landesbischöfin Margot Käßmann betonen zusammen die Wichtigkeit der Einheit der Christenheit
"Ich stelle mir vor, dass Gott davon träumt, dass alle seine Kinder erkennen, dass sie zu einer Familie gehören." Der emeritierte anglikanische Erzbischof, Desmond Tutu, veranlaßte den auf dem Podium während einer Pressekonferenz ebenso anwesende Erzbischof der orthodoxen Kirche in Albanien, Anastasios, zwar zu widersprechen ("Ich weiß nicht, ob Gott träumt"), aber dann stimmte dieser dem Südafrikaner zu: "Die Einheit der Christenheit ist auch uns ein großes Anliegen." Landesbischöfin Margot Käßmann (Hannover) betonte: "Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ist auch deshalb wichtig, weil er die Einheit voran bringt." Sie fügte hinzu, dieser Prozeß wäre schon viel weiter, wenn "manchen Kirchen das Kirche-sein von anderen nicht abgesprochen" würde.
Mit der Bemerkung: "Gott ist kein Christ!" reizte Tutu die anwesende Presse zum lachen. Seiner Meinung nach dürfe keine Religion Gott für sich vereinnahmen. Christen bräuchten sich nicht durch Gläubige anderer Religionen einschüchtern lassen. "Die Liebe unter Christen muss so stark und sichtbar sein, dass sie andere überzeugt, Nachfolger Christi zu werden."
Tutu ermutigte die Presse, nicht nur die Unzulänglichkeiten der Vollversammlung zu berichten: "Sprechen Sie davon, was Positives erreicht wurde. Wir haben einen weiten Weg seit der Gründung des ÖRK zurück gelegt. Als wir mit dem Dialog zwischen den Kirchen und mit anderen Religionen begonnen haben, war das schwieriges Geschäft."