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25.10.2002

Menschenrechtler in Papua bedroht - Amnesty International und das West-Papua-Netzwerk rufen zu Eilaktion auf

Mitarbeiter der Menschenrechts-Organisation ELS-HAM-Papua sind bedroht worden, teilte das West-Papua-Netzwerk mit. ELS-HAM steht für Institute for Human Rights Study and Advocacy. Dabei wurden am 31. August zwei Amerikaner und ein Indonesier getötet und zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt.

Die Zwischenfälle scheinen in Verbindung mit einer Presseerklärung von ELS-HAM vom 25. September zu stehen: Die Organisation berichtete von Hinweisen darauf, dass die militärische Sondereinheit Kopassus an dem Überfall nahe der Kupfer- und Goldmine von PT Freeeport Indonesia beteiligt gewesen sei. Dabei wurden am 31. August zwei Amerikaner und ein Indonesier getötet und zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt.

Nun muss ELS-HAM mit einer Verleumdungsklage des Militärs rechnen und befürchtet zudem andere Vergeltungsaktionen: Die Mitarbeiter des Büros in Jayapura in der Provinz Papua berichteten amnesty international, ihr Büro würde von unbekannten Personen überwacht. Aktivisten in Mimika stünden ebenfalls unter Beobachtung und würden verfolgt.

Ein ELS-HAM Mitarbeiter aus Jayapura berichtete dem West-Papua-Netzwerk, dass am 10. Oktober in das Jakarta-Office von Elsham-Papua eingebrochen wurde. Zwei bewaffnete javanische Männer durchsuchten alle Zimmer und Schränke und verwüsteten das Büro. Ein junger Papua befand sich im Haus und konnte der Polizei die Täter beschreiben, die den Fall untersucht. Die Mitarbeiter des Büros hatten am 28. September einen anonymen Anruf erhalten, verbunden mit der Aufforderung "vorsichtig" zu sein.

Bereits in der Vergangenheit wurde Aktivisten bedroht und eingeschüchtert, die an Untersuchungen und der Veröffentlichung von Menschenrechtsfällen beteiligt waren.

Das West-Papua-Netzwerk schließt sich Amnesty International in einer Eilaktion an. Ein Brief von Johan Bosman von der belgischen Organisation KWIA an die Präsidentin Megawati eignet sich als Musterbrief an die indonesischen Behörden. Ein gemeinsames Schreiben vom West-Papua-Netzwerk und kirchlichen Organisationen an den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Weitere Informationen sind bei der VEM zu erhalten. Tel: (0 2 02)89 00 40 Fax: (0 2 02)89 00 41 79

 




 
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