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Meldung im Detail

10.02.2003

Europäische Kirchen gegen Irak-Krieg

Der Gemeinsame Ausschuss der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)
und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE)haben sich ausdrücklich für eine friedliche Lösung des Irakkonfliktes ausgesprochen.
ausgesprochen.

Auf seiner Jahrestagung vom 30. Januar bis 2. Februar in Bukarest hat sich der Gemeinsame Ausschuss der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE)ausdrücklich für eine friedliche Lösung des Irakkonfliktes ausgesprochen. In der Abschlusserklärung, die auch von katholischen Bischöfen aus England und Polen unterzeichnet wurde, fordert der Ausschuss die politisch Verantwortlichen auf, alle nur möglichen gewaltfreien Mittel zu nutzen, um einen Ausweg aus der gegenwärtigen Sackgasse zu finden.

Die Gedanken der Ausschussmitglieder seien die ganze Zeit bei der drohenden Gefahr eines bewaffneten Konfliktes mit dem Irak, heißt es in der Abschlusserklärung. "Alle politisch Verantwortlichen in der Welt" seien zum Einsatz für den Frieden verpflichtet. So fordert der Ausschuss die politischen Führungskräfte auf, "entsprechend internationalem Recht und moralischen Normen zu handeln" und die gewaltfreien Mittel zu nutzen, "um wahrhaftige Gerechtigkeit und wirklichen Frieden zu gewährleisten."

Angesichts der "scheinbar endlosen Tragödie des Mittleren Ostens" äußerten die Vertreter der evangelischen, orthodoxen und katholischen Kirchen Europas ihre "Solidarität mit den christlichen Gemeinschaften und allen Opfern der Gewalt in dieser Region".

Der Gemeinsame Ausschuss richtete sein Augenmerk auch auf die künftige Gestaltung der Europäischen Union. Er bekräftigte ausdrücklich die Vorschläge, die die Konferenz Europäischer Kirchen und die Kommission der Bischofskonferenzen in der Europäischen Union (ComECE) dem Verfassungskonvent unter der Leitung von Valerie Giscard D'Estaing gemacht hat. Der Status von Kirchen, Religionsgemeinschaften und nicht-konfessionellen Organisationen solle entsprechend der jeweiligen nationalen Gesetzgebung respektiert und die Religionsfreiheit sichergestellt werden. Außerdem sei wichtig, "die besondere Identität von Kirchen und Religionsgemeinschaften" anzuerkennen und einen "strukturierten Dialog mit ihnen" zu ermöglichen. Die Mitgliedskirchen der KEK und der CCEE werden gebeten, die Verfassungsgestaltung "aufmerksam zu begleiten" und ihre nationalen Regierungen zur Erfüllung dieser Vorschläge aufzurufen.

Das Treffen, das auf Einladung des Rumänisch-orthodoxen Patriarchats in Bukarest stattfand, sei von großer Herzlichkeit geprägt gewesen, sagt Antje Heider-Rottwilm, Leiterin der Europa-Abteilung im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "Der Patriarch hat immer wieder voller Wärme davon gesprochen, wie wesentlich für ihn die ökumenische Gemeinschaft ist." Für die Ausschussmitglieder der KEK war es die letzte Jahrestagung: im Juni 2003 werden sie bei der Vollversammlung im norwegischen Trondheim ihr Mandat beenden.

Hinweis: Sie können die Abschlusserklärung anfordern unter Tel. 05 11/2796-268, per E-Mail unter oder im Internet nachlesen.




 
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