
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Muslime attackieren Christen in Dawakin Kudu – Regierung erkennt Kirche seit 28 Jahren nicht an
Christen wurden im Bundesstaat Kano im Norden Nigerias Opfer von Brandanschlägen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Ziel sei die evangelische Kirche in Dawakin Kudu gewesen. Obwohl schon 1980 gegründet und seitdem aktiv, wurde die Kirche immer noch nicht durch die Bezirksregierung anerkannt. Christen sähen sich die in der Stadt und auch im Umland ständigen Schikanen und Bedrohungen durch Muslime ausgesetzt, berichtet die IGFM. Mehrere Male schon wurde die Kirche, die provisorisch in einem alten Gebäude der Regierung untergebracht ist, angezündet, mit christenfeindlichen Parolen beschmiert oder anderweitig beschädigt, heißt es.
Die christliche Gemeinde in Dawakin Kudu hat 118 Mitglieder und sei seit Weihnachten 2006 mehreren Brandanschlägen durch Muslime ausgesetzt, gibt der Pastor der Kirche Jacob Bako an. Das alte Gebäude, in das die Kirche aufgrund der fehlenden Anerkennung und Erlaubnis einziehen musste, ist ein ehemaliger Andachtsort der Regierung, der nie fertig gestellt wurde. Die Kirchengemeinde hat die offenen Stellen notdürftig abgedeckt.
Kano gehört zu den zwölf Bundesstaaten Nigerias, die zwischen 2000 und 2002 die Scharia eigeführt haben. Die Diskriminierung von Christen wird in Kano offenkundig toleriert.