
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Mehr Gerechtigkeit führt zu weniger Armut
Die Entstehung von Armut in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern ist vielfach denselben wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geschuldet. Zu dieser Einschätzung kommen die zwei evangelischen Hilfswerke, EED (Evangelischer Entwicklungsdienst) und Brot für die Welt. „Gerechtigkeit ist der Schlüsselbegriff für die künftige Entwicklung“ laute deshalb ein Lösungsansatz, erklärten die Direktorin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel und Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des EED.
Schuld an der Armut seien z.B. Agrarsubventionen der Industrienationen und die internationlen Handelsbedingungen, die den armen Ländern des Südens Entwicklungsmöglichkeiten erschweren. „Kleinbauern im Süden werden die Marktchancen genommen und auch europäische Kleinbauern werden von multinationalen Konzernen stark unter Druck gesetzt“, erklärte Cornelia Füllkrug-Weitzel. Konrad von Bonin wies darauf hin, dass „kleine, aber wirksame Schritte unternommen werden können, um die Armut zu überwinden".
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat ihre Tagung 2006 in Würzburg unter das Motto „Gerechtigkeit erhöht ein Volk – Armut und Reichtum“ gestellt und beschäftigt sich mit dem Thema vor allem unter einem deutschen Blickwinkel.