
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Ganzer Landstrich in Trümmern
Nach dem Erdbeben, das nach vorläufigen Angaben in Chile mehr als 700 Menschenleben gekostet hat, befürchtet Mission EineWelt (MEW), dass auch die lutherische Partnerkirche schwer betroffen ist. Der heftige Erdstoß der Stärke 8,8 ereignete sich am vergangenen Samstag in den frühen Morgenstunden nahe der zweitgrößten Stadt des Landes, Concepción.
Derzeit versuchen nach Angaben des landeskirchlichen Centrums in Neuendettelsau, die Pastoren der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile ihre Gemeindemitglieder in der Erdbebenregion aufzusuchen. Das sei besonders in und um die Stadt Concepción schwierig, die nahe dem Epizentrum liegt.
Zahlreiche Häuser seien eingestürzt, hunderttausende Menschen obdachlos und die Zahl der Vermissten sei noch nicht zu beziffern.
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Chile hat im Raum Concepción mehrere Gemeinden. Die Kirchenpräsidentin Gloria Rojas berichtet, dass es dem Ortspfarrer von Concepción bisher noch nicht gelungen sei, Kontakt zu seinen Gemeinden aufzunehmen.
Selbst in der rund 500 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernten Haupt-stadt Santiago de Chile hätten mehrere kirchliche Gebäude Schäden davon-getragen. Gemeindemitglieder berichten, dass sie Angehörige vermissen, ihre Häuser vom Beben verwüstet seien und die Stromversorgung sowie die Infrastruktur zusammengebrochen sei. Wie schwer die Zerstörungen sind, zeigt auch eine andere Aussage der Kirchenpräsidentin Gloria Rojas: "Im Moment habe ich den Eindruck, dass wir Informationen über das Ausmaß des Bebens vor allem aus dem Ausland erhalten."
Für das MEW arbeiten zwei junge Frauen über das Internationale Freiwilligen-programm in Santiago de Chile. Nach Erkundigungen des Lateinamerika-referenten im Centrum MEW, Hans Zeller, sind sie wohlauf. "Wir konnten zu ihnen Kontakt herstellen und sind dankbar, dass ihnen nichts passiert ist."