
Titelbild: Monika Herold
Die "EineWelt" 4/2011 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Partnerschaft in Bewegung: Kirchliche Nord-Süd-Partnerschaften im Wandel"
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Eine Initiative evangelischer Missionswerke, Verbände und Kirchen unter dem Dach des EMW
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Rangliste der Pressefreiheit 2009
In drei afrikanischen und zwei südamerikanischen Ländern steht es um die Pressefreiheit besser als in Frankreich, Italien oder Spanien. Das geht aus der soeben veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit hervor, die jährlich von der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ veröffentlicht wird.
Frankreich steht, gefolgt von Spanien, auf dem 43.Platz, Italien landete auf dem 49. Platz. So werden in den beiden Mittelmeerländern Journalisten von mafiösen Gruppen, bzw. der ETA bedroht. Sie wurden von Staaten mit parlamentarischem System in Afrika – Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana (27.) – sowie in Lateinamerika – Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) – überholt.
Die Rangliste entsteht anhand eines Fragebogens, mit dem Partner-Organisationen, das ROG-Korrespondenten-Netzwerk sowie Journalisten, Rechercheure, Juristen und Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt werden.
Bei außereuropäischen Staaten fallen insbesondere die großen Rangverluste des Irans sowie Israels ins Auge: Der Iran (172.) gehört zu den Schlusslichtern auf der Liste. Dort haben sich Repressionen gegen für Journalisten in diesem Jahr extrem verschärft. Hinter dem Iran ihm folgen nur noch Turkmenistan (173.), Nordkorea (174.) und Eritrea (175.), wo noch immer keine unabhängigen Medien zugelassen werden.
Israel kann sich nicht mehr als das Land des Nahen Ostens mit der grössten Pressefreiheit rühmen. Es verzeichnet einen Absturz um 47 Positionen und liegt nun auf Platz 93, hinter Kuwait (60.) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (86.). „Reporter ohne Grenzen“ kritisiert die Verhinderung freier Berichterstattung bei Israels Militäroperation "Gegossenes Blei" im Gazastreifen im Dezember 2008/Januar 2009. Nicht nur bei der Berichterstattung aus Palästinensischen Gebieten hat Israel scharfe Restriktionen verhängt. Die Militärzensur bedroht die journalistische Berichts- und Recherchefreiheit auch im eigenen Land.
Trotz bedeutender Abwärtsbewegungen besetzen europäische Staaten weiterhin die Mehrheit der ersten 20 Plätze. Deutschland steht in diesem Jahr auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde unter anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten.