
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Fachleute beurteilen die die Entschließung als "halbherzig"
Die Vereinte Evangelische Mission - VEM, Wuppertal, begrüßt, dass der Deutsche Bundestag am 17. Juni einen Antrag zum Gedenken an die Opfer des Kolonialkrieges im damaligen Deutsch-Südwestafrika verabschiedet hat.
Ausdrücklich bedauert die VEM, dass in dieser Entschließung "die unter Historikern allgemein anerkannte Tatsache, dass es sich um einen Völkermord gehandelt hat", nicht erwähnt wurde. Gerade das hatte die VEM ebenso wie die Evangelische Kirche im Rheinland bereits in einer Stellungnahme im Januar des Jahres von Bundesregierung und Parlament erbeten. Damit sollte sich Deutschland unmissverständlich zur historischen Verantwortung für die damals verübten Verbrechen des Kolonialismus und des Rassismus bekennen.
In der jetzt verabschiedeten Entschließung des Deutschen Bundestages fehle auch ein klares Bekenntnis zur Unterstützung einer Landreform in Namibia, sie bleibe deshalb "aus Sicht der VEM halbherzig" und gehe in keiner Weise über die Entschließung von 1989 hinaus, als Namibia unabhängig wurde. Die VEM bittet die Bundesregierung, "im Rahmen anstehender Besuche in Namibia" die Opfer des damaligen Völkermordes zu würdigen, sich für die in deutschem Namen begangenen Verbrechen zu entschuldigen und einen wirkungsvollen Beitrag zur Durchführung einer Landreform zu leisten.
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist eine internationale Missionsgemeinschaft. Mit den Menschen und Kirchen in Namibia ist sie durch die Tätigkeit ihrer Gründerorganisation, der Rheinischen Mission, besonders eng verbunden.
Kontakt für Rückfragen: Dr. Jochen Motte, Tel.: 0202 / 89004-168