
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Gewalt gegen die Opposition dauernd an
Der simbabwische Oppositionsführer Tsvangirai hat sich in die niederländische Botschaft in Harare geflüchtet, meldet der online-Dienst der Neuen Züricher Zeitung (NZZ). Er befürchte, der staatlichen Kampagne zur Einschüchterung der Opposition zum Opfer zu fallen.
Nachdem der Führer der simbabwischen Oppositionspartei „Movement for Democratic Change (MDC)“, Morgan Tsvangirai, am Sonntag seinen Rückzug von der Stichwahl erklärt hatte, ist er in die niederländische Botschaft in Harare geflüchtet. Sicherheitskräfte der Regierung hatten zum wiederholten Male das Hauptquartier der Oppositionspartei in Harare gestürmt und 60 Personen verhaftet, erklärte der MDC-Sprecher.
In einem Interview mit dem amerikanischen Radiosender National Public Radio erklärte Morgan Tsvangirai trotzdem, er sei weiterhin zu Verhandlungen mit der Regierung bereit. Die Übergriffe gegen seine Anhänger müssten aber beendet werden.
Der Uno-Generalsekretär Ban hat die Entscheidung Tsvangirais aufzugeben als „erschreckende Entwicklung“ bezeichnet, berichtet die NZZ. Ban machte die simbabwische Regierung für diesen Rückzug verantwortlich.
Afrikanische Länder haben sich bisher in der Öffentlichkeit höchstens vorsichtig gegen Mugabes Verhalten geäußert. Obwohl Simbabwes Opposition gehofft hatte, dass Südafrika eindeutig Stellung bezieht, hat Präsident Mbeki zwar angeregt, die beiden großen Parteien sollten eine Regierung der nationalen Einheit – vergleichbar mit der Kompromiss-Regierung in Kenia – bilden, aber ansonsten geschwiegen. Die Gespräche, die zwischen Mugabes und Tsvangirais Parteien in Südafrika stattgefunden haben, wurden von Kennern als „Farce“ bezeichnet.