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Meldung im Detail

19.05.2008

Wahlbeobachter angegriffen

Polizei soll gegen Einschüchterung vorgehen, fordern Unterstützer demokratischer Wahlen in Simbabwe -Augenzeugenbericht

Die "Gruppe zur Unterstützung der Wahlen in Simbabwe" (Zimbabwe Election Support - ZESN) appelliert dringend an die Polizei und die politischen Parteien, die permanenten Angriffe auf die akkreditierten Wahlbeobachter im Dorf Chibara in der Provinz Mt Darwin East zu unterbinden. Bei den Angriffen, wurden bisher acht Hütten in Brand gesteckt und Eigentum zerstört. Die Kämpfe zwischen Wahlbeobachtern und den verantwortlichen Jugendlichen habe bisher noch kein Ende genommen.

Im Anschluss an ein Treffen der Regierungspartei ZANU-PF am 4. Mai 2008, das von Siyavuma Chikwasha, einem ehemaligen Soldaten und berüchtigtem Anstifter von Gewalttaten in der Region, zusammengerufen wurde, begannen jugendliche Anhänger der ZANU-PF zu randalieren und Leute zusammenzuschlagen, die die Wahl am 29. März als Wahlbeobachter begleitet hatten. Eine marodierende Bande von mindestens 200 Jugendlichen, angeführt von dem Kriegsveteranen Morris Muropa, der mit einem der Opfer verwandt ist, hat bisher die Hütten von vier Wahlbeobachtern abgebrannt. Das Versäumnis der Polizei einzugreifen, um die Bürger zu schützen führte dazu, dass die Beobachter sich und ihr Eigentum selber verteidigen mussten. Zu den bekannten Tätern gehören Tambaoga Nyarende, Oriah Nyarende und Martin Katsande.

Die permanenten Angriffe auf Wahlbeobachter von Anhängern der ZANU PF in den Provinzen Mashonaland East and Central, die mit wenig oder keiner Unterstützung der Opfer durch die Polizei stattfinden konnten, sind nicht nur besorgniserregend, sondern stehen im Widerspruch zur Behauptung des Generalpolizeiministeriums, null Toleranz gegenüber politisch motivierter Gewalt zu zeigen.

Während der Minister für Öffentlichkeit und Information die ZANU PF zu Toleranz und friedlichem Verhalten vor der Wahlentscheidung aufgerufen hat, fleht die ZESN die Partei an, bei ihren Unterstützern und Untergruppen darauf zu drängen, sich nicht an den Angriffen auf bevollmächtige Wahlbeobachter zu beteiligen. Hierzu gehört auch das kriminelle Verhalten, Wahlbeoachter- T-Shirts und Akkreditierungskarten zu konfiszieren.

ZESN ruft alle verantwortlichen Behörden dazu auf, zu gewährleisten, dass die Gewalttäter zur Verantwortung gezogen werden. Die Wahlkommission Simbabwes ZEC (Zimbabwe Electoral Commission) sollte die Rolle der Wahlbeobachter, die sie bei der Sicherstellung einer wahrheitsgemäßen und transparenten Stimmverteilung spielen, öffentlich erklären und unterstreichen. (Übersetzung Lilly v.d.Ohe,EMW)




 
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