Motive aus dem aktuellen Kalender der Missionswerke


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07.08.2012

Evangelische Mittelost-Kommission gegen Militärhilfe für Konfliktpartner in Syrien

Mittlerer Osten darf nicht für nationale geo-strategische Ziele missbraucht werden

Eindeutig Stellung bezogen gegen eine weitere Aufrüstung Syriens und gegen die Instrumentalisierung der Religionen für politische und wirtschaftliche Zwecke hat die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK). „Gerade weil derzeit eine unabhängige Beurteilung der Lage im Lande schwierig ist, lehnen wir jeden Versuch ab, die Situation militärisch zu klären“, sagt Dr. Owe Boersma, Geschäftsführer der EMOK. Die Bundesregierung und alle Staaten der Weltgemeinschaft werden in der Stellungnahme der EMOK aufgefordert, eigene Interessen in den Hintergrund zu stellen, um eine Lösung des Konflikts zu ermöglichen.

Die EMOK, eine gemeinsame Kommission des EMW und der EKD aus evangelischen Kirchen und Organisationen, deren Vorsitz Bischof emer. Dr. Johannes Friedrich inne hat, versichert den Christen Syriens ihrer Solidarität: „Wir teilen die Besorgnis, dass die bisherigen Freiheiten für Religionsausübung durch politische Umbrüche gefährdet werden könnten“, heißt es in der Stellungnahme. „Es müssen Verhandlungslösungen erreicht werden, die die Rechte von Minderheiten angemessen berücksichtigen“, betont Boersma. Ein „grundsätzliches Misstrauen gegenüber anderer Religionen“ hält die EMOK für „schädlich“, und spricht allen Opfern von Gewalt ihr Mitgefühl aus.

An die Regierung Syriens und an die bewaffneten oppositionellen Gruppen appelliert die Kommission gleichermaßen, Gewaltverzicht zu üben und die Menschenrechte zu schützen.

  • Syrien-Stellungnahme der EMOK
  • Mitglieder der EMOK



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