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19.09.2002

Pazifische Kirchenkonferenz eröffnet Dekade zur Überwindung von Gewalt

Avarua, Rarotonga (Cook-Inseln). (Pazifik-Infostelle) Die "Dekade zur Überwindung von Gewalt" hat die Pazifische Kirchenkonferenz im Rahmen ihrer achten Generalvollversammlung vom 11. bis 18. September in Rarotonga/Cook Inseln offiziell eröffnet. Erzbischof Sir Ellison Pogo von der Melanesischen Kirche auf den Salomon-Inseln rief die 220 Delegierten der pazifischen Kirchen zu einem Paradigmenwechsel im Verhalten gegenüber Gewalt auf. Gewalt beginne in der Familie, weite sich auf Gemeinden auf und überziehe letztendlich die ganze Welt. "Wir müssen akzeptieren, dass Gewalt immer neue Gewalt hervorruft, deshalb kann dies kein Weg zu dauerhaftem Frieden sein", sagte Erzbischof Pogo.

Pazifische Kirchenkonferenz eröffnet Dekade zur Überwindung von Gewalt

Gewalt ist die größte Herausforderung der Kirchen unserer Zeit

  

Avarua, Rarotonga (Cook-Inseln). (Pazifik-Infostelle) Die "Dekade zur Überwindung von Gewalt" hat die Pazifische Kirchenkonferenz im Rahmen ihrer achten Generalvollversammlung vom 11. bis 18. September in Rarotonga/Cook Inseln offiziell eröffnet. Erzbischof Sir Ellison Pogo von der Melanesischen Kirche auf den Salomon-Inseln rief die 220 Delegierten der pazifischen Kirchen zu einem Paradigmenwechsel im Verhalten gegenüber Gewalt auf. Gewalt beginne in der Familie, weite sich auf Gemeinden auf und überziehe letztendlich die ganze Welt. "Wir müssen akzeptieren, dass Gewalt immer neue Gewalt hervorruft, deshalb kann dies kein Weg zu dauerhaftem Frieden sein", sagte Erzbischof Pogo.

 

Die Teilnehmer der Konferenz äußerten sich zu Gewalt in ihren Kultur. Sophia Gegeyo, die Generalsekretärin des Nationalen Kirchenrates von Papua-Neuguinea, beklagte die strukturelle Gewalt in ihrem Land. Die Politiker seien nicht in der Lage, das Land in eine starke Demokratie zu führen. Hilda Lini, Direktorin des Pacific Concerns Resource Centre aus Fidschi, forderte, die Pazifikinsulaner müssten sich auf ihre traditionelle Art der Konfliktlösung rückbesinnen. Versöhnungszeremonien und der Dialog zwischen verfeindeten Gruppen seien dringend nötig für anhaltenden Frieden im Pazifik.

 

Die Moderatorin der Pazifischen Kirchenkonferenz, Fuiva Kavaliku aus Tonga, eröffnete die Dekade zur Überwindung von Gewalt im Südpazifik mit dem Aufruf, die Kirchen sollten ihre Rolle bei der Benennung und Überwindung aller Arten von Gewalt übernehmen. Gemäss dem Motto der diesjährigen Generalversammlung "Holy Spirit, weave us together in your peace" wünschte Kavaliku den Delegierten, der heilige Geist möge helfen, sich den Herausforderungen zu stellen und mit allen Mitteln gegen die Mächte von Gewalt und Finsternis zu kämpfen.

 

Die Dekade zur Überwindung von Gewalt wurde im Jahr 2001 vom Ökumenischen Kirchenrat (ORK) in Berlin offiziell ins Leben gerufen. Seither wurde sie in jeder Weltregion von Abgeordneten des ORK eröffnet. Mit dem Pazifik hat sich die letzte Region dem gemeinsamen Kampf gegen alle Formen von Gewalt verschrieben. Ziele der Dekade sind u.a. die Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Kindern, die Suche nach Lösungen für ethnische Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen, die Förderung von Friedensinitiativen und die Ausbildung von Friedensfachkräften.

 

Die Pazifische Kirchenkonferenz ist ein Zusammenschluss von christlichen Kirchen und theologischen Ausbildungsstätten im Pazifik. Sie wurde 1961 mit dem Ziel gegründet, die ökumenische Zusammenarbeit im Pazifik zu stärken. Die Delegierten der zur Zeit 35 teilnehmenden Kirchen treffen sich alle fünf Jahre zu ihrer Generalvollversammlung, um Themen und Inhalte der Arbeit für die nächsten Jahre festzulegen.




 
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