
Titelbild: Monika Herold
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Studie Online nun verfügbar
Massive Mängel sowohl bei der Energie- und Wasserversorgung der Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo als auch in den für diese Versorgung zuständigen Institutionen wurde in einer Studie festgestellt. Das SÜDWIND-Institut untersuchte im Auftrag des EED den derzeitigen Stand der Versorgung mit Wasser und Energie. Die Ergebnisse der Studie wurden Ende September 2007 in Kinshasa mit Vertreterinnen und Vertretern von 20 kongolesischen Nichtregierungsorganisationen diskutiert.
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo kann nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und dem Krieg, der 1996 begann und im Osten des Landes noch nicht wirklich beendet ist, nur auf rudimentär ausgebildete staatliche Strukturen und sehr geringe finanzielle Mittel zurückgreifen – und steht vor großen Aufgaben:
In der DRK ist die Versorgungssituation noch schlechter als in den meisten anderen Entwicklungsländern. Auf dem Lande hat nur 1 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom, in den Städten liegt die Rate bei 30 Prozent. Die landesweite Stromversorgung von 6 Prozent der Bevölkerung liegt weit unter dem ohnehin niedrigen Durchschnittswert von Subsahara-Afrika (24,6 Prozent).
Die kongolesische Regierung geht davon aus, dass in den Städten 77,9 Prozent und auf dem Lande 9,8 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, und gibt einen landesweiten Durchschnitt von lediglich 27,2 Prozent an. Zu den sanitären Einrichtungen haben sogar nur rund 11,6 Prozent der Menschen Zugang.
Zugleich ist ein erheblicher Teil der staatlichen Institutionen, die für die Versorgung der Bevölkerung zuständig sind, nicht funktionsfähig. Auch die staatlichen Konzerne, die die Versorgung gewährleisten sollen, arbeiten in weiten Teilen des Landes nicht oder nur unzureichend.
Die französische Fassung finden Sie unter
http://www.suedwind-institut.de/downloads/2008-04-11_Kongo_EED_f.pdf
sowie unter www.eed.de.