
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Der Sonntag Reminiszere ist "Tag der bedrängten und verfolgten Christen" - Schwerpunkt-Region 2012: Tunesien, Marokko und Algerien
Damit Gemeinden am zweiten Sonntag der Passionszeit, dem Reminiszere-Sonntag - in diesem Jahr am 4. März - informiert für bedrängte und verfolgte Christen in der Welt beten können, wurde ein Materialheft veröffentlicht, das Informationen über die Lage von christlichen Minderheiten und liturgische Bausteine enthält. Ein Schwerpunkt der Fürbitte liegt in diesem Jahr auf den Ländern des Maghreb – Tunesien, Marokko und Algerien.
„In den Umwälzungen des arabischen Frühlings droht vielen – häufig auch christlichen – Minderheiten ein menschenrechtlicher Winter“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, in einem Grußwort für die Publikation. „Neben unserer politischen Unterstützung und dem menschenrechtlichen Einsatz für Religionsfreiheit brauchen diese Glaubensgeschwister vor allem unsere Solidarität, wie wir sie in der Fürbitte vor Gott zum Ausdruck bringen. Denn das Gebet ist ein besonderes und das vornehmste Mittel für uns Christenmenschen, mit dem wir unsere Verantwortung für diese Welt wahrnehmen“, so Schneider weiter.
Bestimmend für die Situation der christlichen Minderheit in Tunesien, Marokko und Algerien ist, dass der Islam weiterhin als Staatsreligion gilt. Entsprechend ist die Bekehrung von Muslimen unter Strafe gestellt. Auch wenn die historischen christlichen Kirchen im Maghreb offiziell anerkannt sind, bleiben sie doch abhängig vom Wohlwollen der staatlichen Autoritäten. So sind sie beispielsweise im Familienrecht behördlicher Willkür und Diskriminierungen ausgesetzt.