
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Auch Mitglieder christlicher Kirchen von Abschiebung bedroht
Eine verbesserte Regelung des Bleiberechts für Flüchtlinge fordert der Direktor des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland e.V., Pfarrer Christoph Anders. „Wer seit vielen Jahren als Flüchtling in unserem Land geduldet ist, muss auch die Chance haben, langfristig bleiben zu dürfen“, erklärte er und wies auf viele Menschen hin, die in christlichen Gemeinden eine neue Heimat gefunden haben. Das EMW begrüße die Forderung nach einer Verlängerung des Bleiberechts: „Es darf nicht sein, dass mehr als 92 Prozent der 100.000 Flüchtlingen am Ende des Jahres von der Abschiebung bedroht sind.“ Er sprach sich ausdrücklich dafür aus, dass Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit die Möglichkeit erhalten sollen, sich in Deutschland zu integrieren.
Anders betonte, wie großzügig afrikanische und asiatische Länder Flüchtlingen Bleibrecht gewährten. „Die reichen EU-Staaten, die auch sonst gerne ihr christliches Erbe beschwören, können bedrohten Menschen neue Perspektiven bieten“, sagte Anders. „Ich bin froh, dass die „Internationale Woche der ausländischen Mitbürger“ Anlass war, dass das Thema im Vorfeld der Wahlen in Deutschland ins Gespräch gekommen ist." Er begrüße das Engagement von vielen Christen, die Begegnungen zwischen In- und Ausländern als "etwas Normales" in ihren christlichen Gemeinden sehen.