
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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Soziale Absicherung für Mitarbeitende der Branche in Afrika und Indien fehlt
Die aktuelle Finanzkrise hat massive Auswirkungen auf die Diamantenindustrie. Der Einbruch der Schmuckverkäufe hat dazu geführt, dass die Menge der gehandelten Rohdiamanten im Jahr 2009 vermutlich weniger als halb so groß sein wird wie im Jahr 2008. Auch der Absatz von verarbeiteten Diamanten ist drastisch eingebrochen. Dadurch sind die Preise für Diamanten entlang der gesamten Produktionskette stark gesunken.
„In Deutschland wird die Krise der Branche kaum wahrgenommen, doch in den Zeitungen der betroffenen Staaten macht das Thema Schlagzeilen. In afrikanischen Förderländern von Diamanten und in den indischen Schleifereien haben hunderttausende Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Da es dort in den meisten Betrieben weder funktionierende Sozialversicherungen gibt noch Vorsorgemaßnahmen der Industrie stehen die Betroffenen vor dem Nichts“, so Friedel Hütz-Adams, der bei SÜDWIND für das Thema Diamanten zuständig ist.
SÜDWIND fordert daher die Umsetzung der bereits in einer Studie über den weltweiten Diamantenmarkt im Herbst 2008 erhobenen Forderung, dass auch deutsche Unternehmen Verantwortung für die Lieferkette der von ihnen verarbeiteten oder verkauften Diamanten übernehmen. Sie müssen sich dafür einsetzen, dass die Menschen in den Förder- und Verarbeiterländern sozial abgesichert werden und so nachhaltig vom Handel mit den teuersten Edelsteinen der Welt profitieren.
Die Studie „Der härteste Stoff der Welt - Globaler Diamantenhandel von der DR Kongo und Sierra Leone über Indien nach Deutschland“, Hrsg. SÜDWIND e.V., Autor: Friedel Hütz-Adams, Siegburg 2008, DIN A4, 76 Seiten, Preis: 7,50 €, ab 10 Exemplare 3,50 € kann bei SÜDWIND bestellt oder auf der Website heruntergeladen werden.