
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
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EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
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19.08.2010
Bei chinesischen Großhandelsmärkten von Metro und Zulieferern von Aldi und Adidas kommt es zu Arbeitsrechtsverletzungen.
Arbeitsrechtsverletzungen bei chinesischen Zulieferfirmen deutscher Unternehmen prangert Südwind in einer neuen Studie an. Die Situation der Beschäftigten lässt zu wünschen übrig – trotz vollmundiger Ethikprogramme der Unternehmen“, so die Autorin der Chinastudie des SÜDWIND-Instituts, Ingeborg Wick.
In der Studie heißt es u.a.: Beschäftigte eines Aldi-Bekleidungslieferanten in der chinesischen Provinz Guangdong leisten bis zu 130 Überstunden im Monat ab. Auch bei zwei Adidas-Schuhlieferanten in der Provinz Fujian sind exzessive Überstunden ein Hauptproblem: Der Spitzenwert von 92 Überstunden/Monat überschreitet die gesetzliche Grenze um 150 Prozent. Da die Löhne zwar gesetzliche Vorschriften einhalten, aber nicht existenzsichernd sind, sehen sich Beschäftigte zu möglichst vielen Überstunden gezwungen. In den beiden untersuchten Cash & Carry-Märkten von Metro in den Städten Chongqing und Guangzhou hat das externe Personal keinen bezahlten Mutterschaftsurlaub und erfährt weitere soziale Einschränkungen. Ein durchgängiger zentraler Missstand ist zudem die Verletzung der Gewerkschaftsfreiheit in China.