
Titelbild: Harald Oppitz/KNA
Die "EineWelt" 1/2012 ist jetzt lieferbar! Schwerpunktthema ist "Im Namen der Religion: Wie der Glaube Konflikte schürt - und wie er zum Frieden führen kann"
# Inhaltsverzeichnis (PDF)
# Direkt zu Details und Bestellung:

Eine Initiative evangelischer Missionswerke, Verbände und Kirchen unter dem Dach des EMW
www.mission.de

EMW-Jahresbericht 2010/2011: "Populär und prosperierend - Zur pfingstkirchlich-charismatischen Dynamik in Afrika"
Der aktuelle Jahresbericht (Downloads)
# Jahresbericht 2010/2011 Langfassung
# Kurzfassung Jahresbericht
# Druckversion bestellen:
# Lesebuch zum Jahresbericht

Kennen Sie schon die Weltkarte in der Peters Projektion?
# Weltkarte, download (gross)
# Was ist die Peters Projektion? (Erklärung zur Weltkarte, PDF)
# NEU: Arbeitshilfe für Schulen zum Weltbild (PDF, 1 MB)
# Weltkarte bestellen (€ 11,80)
Weitere Meldungen finden Sie im Archiv.
zum Archiv
"Keine Kinderarbeit!" fordert das nordelbische Missionswerk und SÜDWIND e.V.
In einer neuen Broschüre fordern das Nordelbische Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst (NMZ) und der SÜDWIND e.V. wirksame Schritte zur Beendigung der Kinderarbeit in Indien. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass allein in Indien bis zu 100 Millionen Kinder arbeiten müssen. Zwar gibt es ein ganzes Bündel von Gründen für die weit verbreitete Kinderarbeit, doch die Autoren und Autorinnen sehen in einer konsequenten Umsetzung der bereits bestehenden Gesetze, die weitgehende Rechte für Kinder garantieren, sowie im Umbau des indischen Bildungssystems den Schlüssel für eine nachhaltige Reduzierung der Kinderarbeit.
Bei Umfragen, ob Kinder in die Schule gehen oder arbeiten sollen, ist die Antwort eindeutig: Gleich in welchem Land, plädieren nahezu 100 Prozent der Befragten für die Schule. Dennoch arbeiten weltweit rund 250 Millionen Kinder, zum großen Teil unter Bedingungen, die laut internationalen Abkommen verboten sind.
Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Situation in Europa ähnlich. Das Beispiel Deutschland wird in der Broschüre skizziert. So wird im Vergleich deutlich, wie langwierig und voller Rückschläge der Abschied von der Kinderarbeit war.
In Indien arbeiten derzeit mehr Kinder als in jedem anderen Land. Dabei ist die Rechtslage hier wesentlich eindeutiger, als sie es lange Zeit in Deutschland war: Kinder – so sagt bereits die indische Verfassung von 1950 – gehören mindestens bis zum vierzehnten Lebensjahr in die Schule; Kinderarbeit ist verboten, sobald sie dem Kind zu schaden droht.
Im Mittelpunkt der Broschüre steht daher die Frage, wie der scharfe Kontrast zwischen den Zielen einer Gesellschaft, ihrer Regierung und dem realen Leben von Millionen Kindern zustande kommt. Wie verläuft die soziale Entwicklung Indiens? Wie ist die Rechtslage? In welchen Bereichen und warum arbeiten Kinder? Was kann getan werden, damit die Kinder die Schule besuchen?
Dabei wird auch auf positive Beispiele eingegangen. Mit Kerala etwa gibt es einen indischen Bundesstaat, in dem nahezu alle Kinder zur Schule gehen. Auch Projekte von Nichtregierungsorganisationen belegen, dass eine weitgehende Reduzierung der Zahl der arbeitenden Kinder möglich ist, wenn Kinder, Eltern, Lehrer, Beamte und Arbeitgeber dies nur wollen.
Der Schwerpunkt der Broschüre liegt auf der Schilderung der Situation innerhalb Indiens. Doch zeigt das Beispiel Indien auch auf, wie wichtig die Wahrnehmung der Thematik in der internationalen Zusammenarbeit, in Handel und wirtschaftlicher Kooperation ist. Die Studie schließt daher mit Hinweisen, wie LeserInnen aktiv werden können, um für eine Politik zu Gunsten der Kinder einzutreten.
Das Heft enthält zudem zahlreiche Grafiken und Fallbeispiele. Flankierend zur Broschüre gibt es noch Folien für Vorträge, Power-Point-Präsentationen und Seminarangebote.